Warum du damit aufhören solltest, andere ändern zu wollen

Andere ändern

Gibt es in deinem persönlichen Umfeld Menschen, an denen dir etwas nicht gefällt? Ihr Verhalten ärgert dich, ihre Denkweise steht im Gegensatz zu deiner eigenen oder ihre äußere Erscheinung findest du unmöglich. Es fällt dir schwer, sie so zu akzeptieren und zu schätzen wie sie sind und in ihrer Gesellschaft fühlst du dich nicht zu 100% wohl. Am liebsten würdest du eingreifen und diese Menschen ändern.

Doch das wäre keine gute Idee!

Oft ist es der Partner / die Partnerin, von dem du enttäuscht bist. Manchmal sind es aber auch Familienmitglieder oder Freunde, mit deren Verhalten du unzufrieden bist.

Warum solltest du jemanden, der ein Teil deines Lebens ist, der auf seine ganz eigene Art bereits perfekt ist, versuchen zu ändern?
Damit er deinen Erwartungen entspricht und so ist, wie du ihn gerne haben möchtest?
Wäre das nicht fürchterlich egoistisch?
Wäre der andere dann noch der Mensch, den du einst kennen (und schätzen oder gar lieben) gelernt hast?

Der Versuch, jemanden zu ändern, ist meist keine gute Idee und hinterlässt sowohl bei dir als auch bei deinem Gegenüber ein schlechtes Gefühl.

Wenn du Menschen verurteilst, dann hast du keine Zeit, sie zu lieben.

Du hast genaue Vorstellungen davon, wie sich dein Gegenüber verhalten soll.

Und jedesmal, wenn er das nicht macht, bist du enttäuscht. Du kannst ihn nicht so sein lassen wie er ist und versuchst ihn zu ändern. Doch dadurch würde er zu einer anderen Person werden und sich von dem Menschen unterscheiden, als den du ihn kennengelernt hast. Und du wärst immer noch nicht zufrieden….

 

Wie kannst du nun aus dem Wunsch, andere ändern zu wollen, wieder herausfinden?

Obwohl dich etwas stört, kannst du gute und erfüllende Beziehungen zu anderen Menschen haben.

So gehts:

 

Akzeptiere und respektiere die Individualität des Anderen

Alle Menschen in deinem Leben sind, wie DU auch, Individuen. Sie sind einzigartig und haben ihre eigene Art zu denken und sich zu verhalten. Ihre persönlichen Erfahrungen, Interessen, Gefühle, Meinungen, Träume und Ziele haben sie zu der Person gemacht, die sie heute sind. Sie sind nicht richtig oder falsch – nur anders. Es hat ihr ganzes bisheriges Leben lang gedauert, so zu werden, wie sie sind. Ändere das nicht! Respektiere es einfach!

Konzentriere dich auf die guten Seiten des Anderen

Jeder Mensch macht Fehler, das lässt sich gar nicht vermeiden. Warum also den Anderen nur auf seine Fehler reduzieren? Achte statt dessen verstärkt auf die guten Seiten und Eigenschaften deines Gegenüber. Durch diese kleine Änderung deiner Sichtweise wirst du, ohne etwas am Anderen zu ändern, beginnen ihn zu schätzen und seine Gesellschaft zu genießen.

Sei dankbar, dass es den Anderen in deinem Leben gibt

Sei dankbar, dass der Andere da ist und schätze, wer er ist. Er hat sich immerhin dafür entschieden, ein Teil deines Lebens zu sein, Mühe in eure Beziehung zu stecken und zu dir zu stehen. Sage dir das jedes Mal, wenn du mit dem Anderen zusammen bist und du wirst immer mehr froh sein, dass es ihn gibt.

Trenne dich von deinen Idealvorstellungen

Warum solltest du deine eigene Vorstellung davon haben, wie andere zu sein haben? Du kannst nicht bestimmen, wie sie ihr Leben leben. Du kannst nur für dich selbst wählen, wer in deinem Leben sein darf und wer nicht.

Zeige Mitgefühl

Durch Mitgefühl zeigst du dem Anderen dein Verständnis, deine Liebe und deine Akzeptanz. Das wird euch beiden im Umgang miteinander helfen, egal wie schwierig die Situation zwischen euch beiden gerade ist.

Urteile nicht vorschnell über Andere

Jeder Mensch hat sein eigenes Päckchen zu tragen. Die meisten Leute haben schon einiges im Leben durchgemacht, was ihr Verhalten erklären könnte. Sie sind manchmal ruppig zu dir, können dir in bestimmten Situationen nicht vertrauen oder möchten alleine sein. Egal wie gut du einen Menschen zu kennen glaubst, du kannst niemals sicher wissen, was in seinem Inneren gerade vor sich geht oder welche schlechten Erfahrungen er bereits gemacht hat. Seine Probleme könnten größer sein als du annimmst – denn die meisten Menschen reden nicht offen darüber. Deshalb nimm es nicht so persönlich, wenn er sich in einer Art verhält, die du nicht magst.

Akzeptiere den Anderen und alles was er tut

Lasse dem anderen die Freiheit, das zu tun was er für das Beste hält. Du musst nicht der gleichen Meinung sein, aber akzeptiere seine Sichtweise, seine Taten und sein Benehmen. Lass ihn einfach so sein, wie er ist und mische dich nicht ein. Das macht euer beider Leben und eure Beziehung zueinander wesentlich einfacher.

Erinnere dich daran, warum dir der Andere am Anfang eurer Beziehung wichtig war

Möglicherweise gehört er zu deiner Familie, zu deinem Freundeskreis oder du hast dich einmal in ihn verliebt. Ihr habt euch vielleicht unter interessanten Umständen kennen gelernt, habt eine tolle Zeit zusammen verbracht und hattet viele Gemeinsamkeiten. Erinnere dich an diese Zeit und an die Dinge, die dich entscheiden ließen, dass dieser Mensch ein Teil deines Lebens werden soll.

Höre auf zu vergleichen

Wenn du jemanden ändern willst, bedeutet dies, dass du ihm nicht zustimmst und mit seiner Art zu leben nicht einverstanden bist. Das ist das Ergebnis eines Vergleichs mit dir selbst. Doch warum sollte der Andere so sein wie du? Er hat seine eigenen Vorlieben, seine persönlichen Einstellungen und ihm sind andere Dinge wichtig als dir. Darum lass ihn seinen eigenen Weg gehen. Lass ihn auch Fehler machen und ertrage sein Scheitern. Auf diese Art lernen und wachsen wir.

 

Fazit:

Lass den Anderen wie er ist, akzeptiere ihn, sei mitfühlend und genieße die Zeit, die du mit ihm verbringen darfst. Wenn du all die Verurteilungen, Ideale, Erwartungen und Vergleiche bleiben lässt, hast du eine größere Chance auf ein glückliches Leben mit gesunden Beziehungen.

Manchmal ist die Kluft zwischen deinen Vorstellungen und der Realität des Anderen allerdings zu groß. In solch einem Fall solltest du dir Gedanken darüber machen, ob du diesen Menschen wirklich noch in deinem Leben haben möchtest – oder ob eine Trennung vielleicht für beide Seiten sinnvoller wäre.

 

Gibt es in deinem Leben Menschen die du ändern möchtest? Was ist es, das du an ihnen nicht magst? Und wie könntest du damit umgehen?

Am Ende des Tages ist das Einzige was zählt, dass du glücklich bist!

 

Meine Buchtipps zum Thema:

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Ach, könnt’ ich Euch nur ändern … ist ein Ratgeber in Romanform, eine zauberhafte, spannende Geschichte.
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Eine unerwartete Begegnung mit einem Fremden bringt Claudia dazu, ihren Zustand zu überdenken. Davon angeregt, probiert sie neue Verhaltensweisen aus und macht dabei ganz neue Erfahrungen, auch begleitet von Rückschlägen.
Im Laufe der Entwicklung wird aus der unerwarteten Begegnung ein Mentor und Freund, der sie bei der Überwindung ihrer Rückschläge unterstützt. Claudia findet dabei zu einer völlig neuen Lebenseinstellung, in der sie erkennt, daß das, was sie erlebt, immer eine Spiegelung ihrer inneren Welt ist.
Schrittweise lernt sie ihre Bedürfnisse und Wünsche zu erfassen und zu artikulieren, ihre Konflikte zu lösen und ein harmonisches Umfeld zu schaffen.
Aus diesen Erfahrungen erkennt sie, dass sie die anderen nicht ändern kann, wohl aber sie sich selbst.

 

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